15.9.2026
- Pressemitteilung
Geschätzte Einsparungen von bis zu 6.000 Euro pro Nutzfahrzeug

gridX bringt Produkt zur Vermarktung von Flexibilität an Ladestandorten auf den Markt

  • Neues White-Label-Flexibilitätsprodukt ermöglicht Lösungsanbietern für E-Mobilität und deren Kunden, Logistikunternehmen und Flottenbetreibern, die AC- und DC-Ladevorgänge von Elektrofahrzeugen zu optimieren – einschließlich Megawatt-Ladesystemen für Fernverkehrs-Lkw.
  • Die jährlichen Einsparungen pro Fahrzeug betragen bis zu 6.000 Euro pro Fahrzeug und mindern so den Kostendruck durch hohe, schwankende Industriestrompreise.
  • Das neue Produkt nutzt die bewährte Technologie von gridX, die heute schon die Flexibilität von 16.000 Elektrofahrzeugen in Privathaushalten aggregiert, und bringt sie an (semi-)öffentliche Ladestandorte.

Aachen, Deutschland, 15. September 2026 – gridX, einer der führenden Anbieter von Energiemanagementsystemen (EMS) und Flexibilitätsaggregatoren in Europa, stellt ein neues White-Label-Produkt vor. Damit lässt sich die ungenutzte Kapazität von Elektrofahrzeugen (EV) an (semi-)öffentlichen Ladestandorten als Flexibilität vermarkten. gridX nutzt dafür die Erfahrung aus Privathaushalten, wo das Unternehmen heute bereits Flexibilität aus Energieanlagen monetarisiert. Da Ladeinfrastruktur deutlich höhere Leistung abruft, sind die Einsparungen für E-Mobilitäts-Unternehmen deutlich höher und der Beitrag zur Netzstabilität signifikant größer.

Produktentwicklung für Frühanwender

Das neue Angebot erlaubt es Lösungsanbietern für E-Mobilität und deren Kunden, wie beispielsweise Logistikunternehmen und Flottenbetreibern, die ungenutzte Kapazität in Elektroautos, Transportern und selbst Fernverkehrs-Lkw zu nutzen, ohne Einschränkungen bei der Mobilität in Kauf nehmen zu müssen. Und das alles ohne Vehicle-to-Grid-Technologie. gridX verbindet die Ladepunkte über die gridBox, das EMS-Gateway vor Ort. So erkennt die Plattform, welches Fahrzeug lädt, welchen Ladestand es erreichen soll und wie lange es steht. Die Ladepläne und Anforderungen der einzelnen Fahrzeuge kommen aus dem Ladepunkt- oder Flottenmanagementsystem und werden über die Cloud übertragen. Bei fehlenden Daten schätzt gridX den Bedarf oder rechnet mit Standardwerten. Auf dieser Basis sagt gridX in Echtzeit voraus, wie viel Flexibilität im gesamten Fahrzeug-Pool steckt. Diese Flexibilität kann anschließend zu einem Portfolio gebündelt werden, das sich am Markt anbieten lässt. Energiehandelsabteilungen können damit auf einer klaren Datenbasis entscheiden, was sie an den Großhandelsmärkten handeln. Die Signale werden im Anschluss wieder disaggregiert und das einzelne Elektrofahrzeug wird entladen.

Einsparpotenzial auf bis zu 6.000 Euro pro Elektrofahrzeug geschätzt

Modellierungen von gridX zeigen ein großes Einsparpotenzial in Depots. Für einen einzelnen unidirektional ladenden E-Lkw mit einer Batteriekapazität von 400 kWh und einem täglichen Ladebedarf von 180 kWh kann ein Flottenmanager durch die Optimierung der Beschaffung an den Großhandelsmärkten im Vergleich zu einem Pauschalpreis bis zu 6.000 Euro pro Jahr sparen.* Diese Einsparungen wurden berechnet ohne Photovoltaik (PV)-Anlagen oder Batteriespeicher am selben Standort miteinzubeziehen. Je mehr Fahrzeuge am selben Standort stehen, desto besser lässt sich der Druck aus hohen, schwankenden Industriestrompreisen kompensieren.

Erfahrung aus privatem und öffentlichem Laden vereint

Das Produkt ist die logische Weiterentwicklung des Ladens im Haushalt. Das bisherige Angebot umfasst das Laden im Haushalt, Home-Energy-Management sowie das Laden und das Energiemanagement an (semi-)öffentlichen Ladestandorten. Aktuell aggregiert gridX die Energieflexibilität von rund 16.000 mit der Cloud vernetzten Elektrofahrzeugen in deutschen Privathaushalten zu einem Pool, den Energiehändler an Großhandels- und Ausgleichsenergiemärkten monetarisieren können. Das Unternehmen verfügt zudem über nachgewiesene Erfahrung im Management öffentlicher Ladepunkte und ermöglicht deren skalierbaren, wirtschaftlichen und sicheren Betrieb durch dynamisches Lastmanagement, Optimierung nach dynamischen Stromtarifen, Netzschutz und Peak Shaving. Mit dem neuen Flexibilitätsprodukt führt das Unternehmen diese Fähigkeiten zusammen und ermöglicht es Flottenbetreibern, schnell und wirkungsvoll mit einer in der Praxis erprobten Technologie zu starten.

„Energieflexibilität ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Energie- und Mobilitätswende und ein starker Anreiz, den Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Elektrifizierung von Flotten voranzutreiben, ohne das Netz zu destabilisieren“, sagt Jonas Quilitz, Chief Product Officer und Geschäftsführer von gridX. „Künftig wird das Produkt auf die Photovoltaik- und Batteriespeichersysteme an Hochleistungsladestandorten ausgeweitet. Indem Flexibilität gepoolt und für den Handel verfügbar gemacht wird, erschließen Ladepunktbetreiber neue Einnahmequellen – ohne die Ladegeschwindigkeit zu beeinträchtigen.“

*Haftungsausschluss: Die in diesem Artikel genannten Einsparungen sind Schätzwerte, die variieren können und aufgrund einer Vielzahl von Einflussfaktoren keine Zusicherung darstellen. Zu diesen Faktoren zählen unter anderem: die Batteriegröße des Fahrzeugs, die Nutzung (einschließlich Standzeiten), die Ladegeschwindigkeit, die Verfügbarkeit von PV- und Batteriesystemen, die Preisspannen an den Großhandelsmärkten sowie die Fähigkeit und Leistung im kurzfristigen Handel.

Über gridX

gridX ist Europas führendes Smart-Energy-Unternehmen mit Sitz in Aachen und München. Mit seiner Energiemanagementplattform verbindet, steuert und optimiert gridX dezentrale Energieanlagen im Zuhause sowie an Ladestationen für Elektrofahrzeuge nahtlos. Endkund:innen können die Flexibilität ihrer Energieanlagen monetarisieren, da gridX deren Kapazitäten bündelt und für den Handel auf verschiedenen Energiemärkten zur Verfügung stellt. Klassische Energieversorger und innovative Energie-Scale-ups können neue Einnahmequellen erschließen und ihren Endkund:innen einen höheren Nutzen und niedrigere Stromrechnungen bieten. Betreiber von Ladestationen können mehr (Schnell-)Ladepunkte installieren und gleichzeitig die Kosten senken.

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