Aachen, Deutschland, 20. Oktober 2026 – gridX, europäischer Anbieter führender Energiemanagementsysteme (EMS) für das Laden von Elektrofahrzeugen, Solaranlagen und Speicher, und LEAP24, Betreiber von Schnellladestandorten für Elektrofahrzeuge, geben heute den erfolgreichen Test der virtuellen Netzerweiterung am LEAP24-Standort in Goirle, Niederlande, bekannt. Eine am Standort installierte Pixii-Batterie hob die Ladespitzen auf fast das Dreifache der Netzanschlussgrenze des Standorts. Die Ergebnisse zeigen, wie intelligente Software einen kleinen Netzanschluss kosteneffizient in einen Ladehub mit hoher Leistung verwandeln kann.
Das Problem ist europaweit bekannt: Die besten Standorte für Schnellladen verfügen selten über die passende Netzkapazität, und Netzerweiterungen sind zeit- wie kostenintensiv. Im September 2026 erreichten die Ladevorgänge am Standort Goirle eine Spitzenleistung von 142,8 kW – das 2,9-Fache der Anschlussgrenze von 50 kW. Praktisch jeder reale Ladevorgang im Monat überschritt 50 kW, und mehr als 64% der Ladevorgänge erreichte Spitzen von über 100 kW.
Der Standort umfasst einen Alpitronic-HYC150-Schnelllader und zwei Pixii-Batterien. Das Energiemanagementsystem von gridX steuert beides in Echtzeit, stellt sicher, dass der Netzanschluss nie überlastet wird, und sorgt dafür, dass die Batterie genau dann entlädt, wenn ein Fahrzeug zusätzliche Leistung benötigt. Zum Spitzenwert im September lieferte das Netz lediglich 43,2 kW, während die Batterie 93,2 kW bereitstellte. Über die gesamte Pilotphase hob die Batterie die durchschnittliche Ladeleistung von rund 45 kW auf etwa 125 kW.
Virtuelle Netzerweiterung ermöglicht kosteneffizientes Skalieren der Ladeinfrastruktur
„Netzanschlüsse sind der größte Engpass beim Schnellladen, und jahrelang auf einen Ausbau zu warten, ist für uns keine Option. Mit gridX und unserer Pixii-Batterie lädt unser Standort in Goirle mit fast dem Dreifachen dessen, was sein Anschluss erlaubt. Für unseren Betrieb verändert das, welche Standorte wir erschließen können – und wie schnell wir sie eröffnen“, sagt Jeroen Mannaerts, Head of Operations bei LEAP24.
Die Partnerschaft basiert auf einem offenen, hardwareunabhängigen Ansatz. gridX hat den Alpitronic-Lader, die Pixii-Batterie und die Standortmessung in einem System integriert und baut die Batterieintegrationen weiter aus: Zuletzt wurden Batterien von Sungrow und Huawei zur Liste der unterstützten Anlagen hinzugefügt.
„Elektrifizierung skaliert nur, wenn sie einfach und bezahlbar ist. Interoperabilität ermöglicht es Betreiber:innen, für jeden Standort die beste Hardware zu wählen, und fortschrittliches Energiemanagement lässt diese Hardware als ein System arbeiten – so holen Sie mehr Ladeleistung aus dem Netzanschluss heraus, den Sie bereits haben. Das macht den Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im großen Maßstab deutlich kosteneffizienter“, ergänzt Amelie Meixner, Director of Growth bei gridX.
Projekterweiterung und Ausblick auf 2027
Aufbauend auf den Ergebnissen aus Goirle planen gridX und LEAP24, die virtuelle Netzerweiterung 2027 an weiteren Standorten in mehreren Märkten einzuführen. Im Fokus stehen die Skalierung der Lösung auf Neubau- und Bestandsstandorte sowie die Anpassung an die lokale Regulierung des jeweiligen Marktes, damit der in den Niederlanden erprobte Ansatz zu einer wiederholbaren Blaupause für netzbegrenzte Ladestandorte in ganz Europa werden kann. Der Standort in Goirle wurde bereits mit den notwendigen Vorkehrungen gebaut, um die Anzahl der Ladesäulen und Batterien bei steigender Nachfrage zu verdoppeln.
gridX ist Europas führendes Smart-Energy-Unternehmen mit Sitz in Aachen und München. Mit seiner Energiemanagementplattform verbindet, steuert und optimiert gridX dezentrale Energieanlagen im Zuhause sowie an Ladestationen für Elektrofahrzeuge nahtlos. Endkund:innen können die Flexibilität ihrer Energieanlagen monetarisieren, da gridX deren Kapazitäten bündelt und für den Handel auf verschiedenen Energiemärkten zur Verfügung stellt. Klassische Energieversorger und innovative Energie-Scale-ups können neue Einnahmequellen erschließen und ihren Endkund:innen einen höheren Nutzen und niedrigere Stromrechnungen bieten. Betreiber von Ladestationen können mehr (Schnell-)Ladepunkte installieren und gleichzeitig die Kosten senken.