Mit dem kontinuierlich ansteigenden Ladebedarf stoßen viele Ladestationen für Elektrofahrzeuge (EVs) schnell an ihre Netzkapazitätsgrenzen, was eine Erweiterung komplex und kostspielig macht. E.ON Drive benötigte eine flexible Energiemanagementplattform, mit der die Ladeinfrastruktur an verschiedenen Standorten skaliert werden kann, während sowohl die Vorabinvestitionskosten als auch die laufenden Betriebskosten, wie z. B. Netzgebühren, niedrig gehalten werden.
An einem Ladestandort konnte E.ON Drive dank dem dynamischem Lastmanagement der XENON-Plattform die Ladekapazität um das Achtfache erhöhen, ohne das Netz erweitern zu müssen. Die Plattform verteilte den Strom automatisch auf die Fahrzeuge und sorgte so für eine vollständige Nutzung der verfügbaren Netzkapazität, ohne dass zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur erforderlich waren.
Neben der Skalierung der Infrastruktur nutzt E.ON Drive die Funktion zur Time-of-Use-Optimierung von XENON, um die Ladevorgänge an günstigen Strompreisfenstern auszurichten.
An Standorten, an denen Fahrzeuge über längere Zeiträume geparkt sind – wie z. B. am Arbeitsplatz, an Flotten- oder Zielort-Ladestationen – beginnen die Ladevorgänge sofort, wenn ein Auto angeschlossen wird, sodass der Ladevorgang aktiv bleibt. XENON verschiebt dann dynamisch so viel Energie wie möglich in günstige Zeitfenster und versorgt jedes Fahrzeug dabei stets mit der Mindestladeleistung, die erforderlich ist, um den Ladevorgang aufrechtzuerhalten. Dieser Ansatz stellt sicher, dass der erforderliche Ladezustand bis zur geplanten Abfahrtszeit zu den niedrigstmöglichen Energiekosten erreicht wird, basierend auf den Spotmarktpreisen des Vortages.
Dank dieser intelligenten Planung konnten die Gesamtenergiekosten um 25 % gesenkt werden. Auch der Ladevorgang wurde effizienter, da die Ladegeschwindigkeit um 40 % gesteigert wurde, sodass mit derselben Infrastruktur mehr Fahrzeuge effektiv versorgt werden können.
Im Rahmen eines kürzlich durchgeführten Projekts wollte E.ON Drive eine Ladestation bei einem Baumarkt in Betrieb nehmen, doch das Laden der Elektrofahrzeugen hätte mit den Produktionsprozessen um die verfügbare Stromleistung konkurriert. E.ON Drive implementierte daher eine virtuelle Netzerweiterung – die intelligente Integration von Solarenergie und Batterie – auf Basis der Energiemanagementplattform XENON, um diese begrenzte Netzkapazität zu kompensieren.
XENON entlädt den Batteriespeicher nur dann, wenn der Gesamtverbrauch des Standorts sich der Netzgrenze nähert, und erweitert so virtuell die verfügbare Kapazität. Dies ermöglicht einen unterbrechungsfreien Betrieb sowohl der Produktions- als auch der Ladeinfrastruktur und vermeidet potenzielle Netzausbaukosten von mehr als 50.000 €.
Mit integrierter Unterstützung für Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und intelligente Ladealgorithmen bietet XENON E.ON Drive eine skalierbare und zukunftssichere Grundlage.
Die Plattform ermöglicht einen effizienten Ausbau der Infrastruktur, dynamisches Laden der Flotte und die Integration erneuerbarer Energien – bei gleichzeitiger Minimierung der Energiekosten und der Auswirkungen auf das Stromnetz.
Der niederländische Solaranbieter Soly arbeitet seit Sommer 2023 erfolgreich mit gridX zusammen. Gemeinsam haben die beiden Unternehmen ihre intelligente Energiemanagement-Lösung Soly Brain eingeführt, die Soly-Kund:innen Zugang zu zusätzlichen Smart-Energy-Services für ihr Zuhause bietet. Die Energiemanagement-Technologie von gridX – die XENON-Plattform und das lokale Energy Gateway – bildet das Fundament der digitalen Infrastruktur, auf der Soly seine eigene Energiemanagement-App und weitere digitale Endkund:innen-Lösungen entwickelt hat. Dank der gridX-Technologie können Soly-Haushalte ihren Stromverbrauch automatisch und effizient steuern, Kosten reduzieren und den Eigenverbrauch ihrer Solarenergie maximieren. Zudem lassen sich dynamische Tarife optimal nutzen, da das Energiemanagementsystem Solarstromproduktion, Energieverbrauch und Strompreise in Echtzeit kontinuierlich ausgleicht.
Ein erfolgreiches Pilotprojekt ermöglichte es der Leitstelle des Netzbetreibers, das dynamische Lastmanagements vor Ort zu steuern und so Flexibilität zu schaffen.